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Erläuterung
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Ernst Litfaß
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Ernst Theodor Amandus Litfaß (11.02.1816 - 27.12.1874) war Druckereibesitzer, Verleger und Erfinder der nach ihm benannten Litfaßsäulen.
Lifaß bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Litfa%C3%9F
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Bodo Uhse
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Bodo Uhse (12.03.1904 - 02.07.1963 in Berlin) war ein heute weitgehend vergessener deutscher Schriftsteller, der wie nur wenige andere für die Zerissenheit in den Wirren der deutschen Geschichte steht.
Schon als sechszenjähriger Jugendlicher schloß sich Uhse paramilitärischen Verbänden und beteiligte sich 1920 am Kapp-Putsch als Meldegänger.
1921 schloß er sich dem "Bund Oberland" an, wo er Julius Streicher kennenlernte. Der "Bund Oberland" ging nach der Auflösung der Freikorps aus dem "Freikorps Oberland" hervor, das Anfang 1919 von Rudolf von Sebottendorf als "Kampfbund" der Thule-Gesellschaft, der Sebottendorf vorstand.
Nachdem sich der Bund im September 1923 unter Hitlers Führung stellte, näherte sich Uhse dem Flügel der NSDAP an, der wahlweise als "links", "nationalbolschewistische" oder (häufig als Selbstbezeichnung) "nationalrevolutionär" bezeichnet wird und wurde 1927 Parteimitglied.
Uhse wurde von de Strasser-Brüdern protegiert, durch deren Vermittlung wurde Uhse in Itzehoe Chefredakteur der Schleswig-Holsteinischen Tageszeitung. 1929 wurde Uhse für die NSDAP in den Stadtrat von Itzehoe gewählt, freundete sich mit Kommunisten an und las in der Folge etliche Schriften Lenins.
Als er sich gegen Adolf Hitlers "bürgerlichen" Kurs wandte und für eine Abspaltung von der NSDAP aussprach, kam es zum endgültigen Bruch und am 1. August 1930 zum offiziellen Ausschluss aus der NSDAP. Uhse schloss sich der Splittergruppe der "Revolutionären Nationalsozialisten" an, schließlich wandte er sich 1930 endgültig der KPD zu.
Nach dem Reichstagsbrand 1933 emigrierte Uhse nach Paris. Bei Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges meldete er sich als Freiwilliger und wurde Politkommissar. 1939 emigrierte Uhse in die USA und 1940 weiter nach Mexiko, wo er gemeinsam mit Ludwig Renn in der Bewegung Freies Deutschland aktiv war.
1948 kam Uhse mit seiner jungen Familie, er heiratete 1945 Alma Agee, eine Amerikanerin jüdischer Herkunft, zurück nach Deutschland in die Sowjetzone und wurde Chefredakteur der kulturpolitischen Monatszeitschrift Aufbau, die er bis zu ihrer Einstellung 1958 leitete. Uhse war Abgeordneter der SED in der Volkskammer, von 1950 bis 1952 Präsidialrat des Deutschen Kulturbundes und Erster Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes, 1956 übernahm er die Funktion eines Sekretärs der Sektion Dichtkunst und Sprachpflege der Akademie der Künste und war Vertreter der DDR beim PEN-Kongress in London.
Der 20. Parteitag der KPdSU und das, was den Genossen der SED über Chruschtschows Rede und zu Stalins Verbrechen bekannt wurde, erschütterte Uhse tief, zumal er Alkoholiker und sein Zustand vermutlich eh labil war. 1962 erkrankte er schwer und erholte sich nicht mehr.
Bodo Uhse bei Wikipedia : http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Uhse
Über Bodo Uhse: http://www.die-kommenden.net/dk/zeitgeschichte/bodo_uhse.htm Ein zerrissenes Leben: http://www.jungle-world.com/seiten/2004/12/2817.php |
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Erich Engel
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Erich Engel (14.02.1891 - 10.05.1966) war ein deutscher Film- und Theaterregisseur. Seine bekanntesten Filme sind
Mysterien eines Frisiersalons mit Brecht, Karl Valentin und Carola Neher, Altes Herz wird wieder jung mit Emil Jannings und Der fröhliche Weinberg nach Carl Zuckmayer.
Erich Engel bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Engel
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Helene Weigel,
Bertolt Brecht |
Helene Weigel (12.05.1900 - 06.05.1971) war eine Schauspielerin und Intendantin des Berliner Ensembles, Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin und seit 1923 Brechts Lebensgefährtin, später Ehefrau.
Bertolt (eigtl. Eugen Berthold Friedrich) Brecht (10.02.1898 - 14.08.1956) war einer der einflußreichster deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts.
Helene Weigel bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Weigel
Helene Weigel bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WeigelHelene/index.html Bertolt Brecht bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Brecht Bertolt Brecht bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BrechtBertolt/ Frauen mit Brecht bei fembio.org: http://www.fembio.org/ BILD: "Die klügsten Frauen waren Brecht hörig" http://www.bild.t-online.de/ Ein sehr kritischer Text über den "autoritären Brecht": http://www.graswurzel.net/226/brecht2.shtml |
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C.W. Hufeland
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Christoph Wilhelm Hufeland (12.08.1762 - 25.08.1836 in Berlin) war einer der berühmtesten Ärzte des 18./19. Jahrhundert. Er gilt wegen seiner sorgfältig ausgearbeiteten Lebenskraft-Theorie als Denker des Vitalismus und als Begründer der Makrobiotik.
Hufeland bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Wilhelm_Hufeland
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Heinrich Mann
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Luiz Heinrich Mann (27.03.1871 - 12.03.1950) war ein deutscher Schriftsteller und der ältere Bruder von Thomas Mann. Seine bekanntesten Werke sind
Professor Unrat (verfilmt als Der blaue Engel) Die kleine Stadt und Der Untertan, Die kleine Stadt, seine bedeutensten Werke sind Die Jugend des Königs Henri Quatre, Die Vollendung des Königs Henri Quatre und Ein Zeitalter wird besichtigt.
Nelly Kröger (geboren als Emmy Johanna Westphal 15.02.1898 - 17.12.1944 ) war Heinrich Manns zweite Ehefrau. Der Stein an Manns Grab ist ein Gedenkstein, verstorben ist begraben ist Nelly Kröger - wie auch Heinrich Mann - in Santa Monica/USA. Allerdings wurde 1961 Manns Urne nach Deutschland überführt, Nelly Krüger blieb in Kalifornien.
Das gemeinsame Leben der beiden ist die ebenso anrührende wie tragische Geschichte in den katastrophalen Wirren deutscher Zeitgeschichte
eines Genius aus einem elitären Clan Lübecker Handelsbürger (siehe hier) und einer alkoholkranken, zeitlebens suizidgefährdeten, ehemaligen "Animierdame", die sich
schließlich im Exil das Leben nahm. Heinrich Mann widmete Nelly Kröger den Roman Ein ernstes Leben.
Heinrich Mann bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Mann
Heinrich Mann bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MannHeinrich/ Heinrich Mann bei exil-archiv.de: http://www.exil-archiv.de/html/biografien/mann.h.htm Nelly Kröger bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Kr%C3%B6ger Nelly Kröger bei fembio.org: http://www.fembio.org/ |
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Johannes R. Becher
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Johannes Robert Becher (22.05.1891 - 11.10.1958) war ein deutscher Dichter (u.a Verfasser des Textes der Nationalhymne der DDR), Schriftsteller und Politiker (1954 bis 1958 Kulturminister der DDR).
Becher bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Robert_Becher
Becher bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BecherJohannes/ Lebenslauf: http://www.ddr-im-www.de/Personen/Becher.htm Becher und die Künstlerkolonie Berlin: http://www.kuenstlerkolonie-berlin.de/bewohner/becher.htm Eine Becher-Rezension: http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz98_05/text18.htm |
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Hanns Eisler
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Hanns Eisler (06.07.1898 - 06.09.1962) war ein österreichisch-deutscher Komponist und Dirigent. Eisler war ein Schüler von Arnold Schönberg und schrieb zahlreiche Kammerstücke, Bühnenwerke und Orchesterstücke sowie eine große Anzahl von Liedern zu Gedichten von Goethe, Hölderlin Brecht.
1949 komponierte er die Nationalhymne der DDR, von der Gründung der Deutsche Akademie der Künste 1950 bis zu seinem Tod arbeitete Eisler als Leiter der Meisterklassen für Komposition an der Akademie und als Kompositionslehrer an der Hochschule für Musik, die seit 1964 seinen Namen trägt. Eisler war übrigens der jüngere Bruder von
Ruth Fischer, deren Leben ebenfalls ein bemerkenswertes Zeugnis deutscher Zeitgeschicht ist.
Hanns Eisler bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Eisler
Hanns Eisler bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/EislerHanns/index.html Eislergesellschaft: http://www.hanns-eisler.com/ Eislers FBI-Akten: http://foia.fbi.gov/foiaindex/eisler.htm |
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Anna Seghers
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Anna Seghers (Netty Radványi geb. Reiling 19.11.1900 - 01.06.1983) war eine deutsche Schriftstellerin. Ihr wahrscheinlich berühmtester Roman ist Das siebte Kreuz, er erschien 1942 in einer englischen Ausgabe in den USA und kurz darauf auf deutsch in Mexiko. 1944 verfilmte Fred Zinnemann das Buch, der Erfolg machte Anna Seghers weltberühmt.
1950 zog sie nach Ost-Berlin. Sie wurde zum Mitglied des Weltfriedensrates und zum Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste berufen. 1952 bis 1978 war sie Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. Die Verantwortung ihres historischen Versagens liegt in ihrem Schweigen zum Prozeß wegen "konterrevolutionärer Verschwörung" gegen ihren Verleger Walter Janka (1957),
zu Heiner Müllers Ausschluß aus dem Schriftstellerverband (1961), zu Wolf Biermanns Ausbürgerung (1976) und zu den Ausschlüssen von neun kritischen Autoren aus dem Schriftstellerverband (1979). Was ihrer Bedeutung als Schriftstellerin keinen Abbruch tut.
Anna Seghers bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Seghers
Anna Seghers bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SeghersAnna/index.html anna-seghers.de: http://www.anna-seghers.de/ Über Anna Seghers in Mexiko : http://golm.rz.uni-potsdam.de/Mexiko/Rabe/seghers.htm |
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Ekkehard Schall
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Ekkehard Schall (29.05.1930 - 03.09.2005) war ein deutscher Bühnen- und Filmschauspieler und Regisseur. Schall war einer der profiliertesten Brechtdarsteller deutscher Sprache und neben Helene Weigel als eines der prägendsten Mitglieder des Berliner Ensembles.
Ekkehard Schall bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ekkehard_Schall
Manfred Wekwerth über Schall: http://www.sopos.org/aufsaetze/4367b3f1eaf42/1.phtml Ekkehard Schall bei Internet Movie Database: http://www.imdb.com/name/nm0769939/ |
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Erich Arendt
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Erich Arendt (15.04.1903 - 25.09.1984)war deutscher Lyriker und literarischer Übersetzer. 1925 erschienen erste Gedichte von ihm in Herwarth Waldens Zeitschrift "Der Sturm". 1926 trat er der KPD und 1937 der 27. Division der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg bei.
1950 kehrte er nach Deutschland in die DDR zurück, wo er als freier Schriftsteller lebte. Insbesondere trat er durch Nachdichtungen aus dem Spanischen (Neruda, de Góngora, Alberti) hervor. Erich Arendt hatte bedeutenden Einfluss auf die junge Dichtergeneration der DDR in den 1960er Jahren.
Erich Arendt bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Arendt
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Maximilian Scheer
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Maximilian Scheer (bgl. Walter Schlieper 22.04.1896 - 03.02.1978) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller und arbeitete bis 1933 als Journalist und Kritiker für die Tageszeitung "Sozialistische Republik".
1947 kehrte er nach Deutschland zurück und war in der DDR als Redakteur, Publizist und freischaffender Schriftsteller tätig.
Maximilian Scheer bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Scheer
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Fam. Körte
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Friedrich Körte (24.12.1854 - 03.02.1934) war Architekt und gründete 1886 mit Konrad Reimer die Fa. Reimer & Körte.
Zu ihren Arbeiten gehören die Entwürfe für M.A.N.-Haus (1896/97), das Gewerkschaftshaus Engeldamm (1897–1900), das Borsighaus (1899), das Haus der Berlinischen Feuerversicherungs-Anstalt (1905),
und das Jüdische Krankenhaus Berlin. Friedrich Körte war von 1898 bis 1919 Stadtverordneter.
Werner Körte (21.10.1853 – 03.12.1937) war neben Albert Fraenkel der zweite Direktor des Krankenhauses am Urbanhafen. Angeblich hat Körte den Direktorensitz aufgrund eines Vetos seines berühmten Onkels Rudolf Virchow erhalten, dessen behandelnder Arzt Körte auch war. |
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Eduard Magnus
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Eduard Magnus (07.01.1799 - 08.08.1872) war ein deutscher Maler und Professor an der Kunstakademie. Magnus war der bekannteste Portraitmaler seiner Zeit, er portraitierte beispielsweise Bertel Thorvaldsen, Graf Wrangel, Jenny Lind und Felix Mendelssohn Bartholdy. Neben seinem künstlerischen Werk beschäftigte sich Magnus auch mit Kunsttheorie und veröffentlichte einige Werke, u.a. über die zweckmäßige Beleuchtung von Gemäldegalerien.
Eduard Magnus bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Magnus
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Heinrich Gustav Magnus
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Heinrich Gustav Magnus (02.05.1802 - 04.04.1870) war ein deutscher Physiker und Chemiker, er lebte nach seiner Promotion ein Jahr in Stockholm, um bei Berzelius zu arbeiten. Ab 1834 Professor für Physik und Technologie in Berlin. Er arbeitete auf vielen Gebieten der Physik und Chemie, beispielsweise bestimmte er die Ausdehnungskoeffizienten von Gasen und erforschte aerodynamische Phänomene, beschrieb 1828 das Magnus-Salz, baute 1831 ein Geothermometer, entdeckte 1833 die Perjodsäure, analysierte 1837 die Blutgase Sauerstoff und Kohlendioxid, entwickelte 1844 die Magnus-Formel zur Messungen zum Wasserdampfdruck und entdeckte 1852 den nach ihm benannten Magnus-Effekt.
Heinrich Gustav Magnus bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Gustav_Magnus
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August Wilhelm von Hofmann
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August Wilhelm von Hofmann (08.04.1818 - 05.05.1892) war ein deutscher Chemiker. Er studierte, assistierte und promovierte bei Justus von Liebig, ging n1845 als Privatdozent für Chemie an die Universität Bonn und folgte noch im gleichen Jahr einem Ruf an das Chemische Institut der Royal School of Miners in London. Er wurde mit der Errichtung des College of Chemistry in London beauftragt, dessen Leitung er übernahm.
1862 erhielt er den Ruf nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode blieb. Hier wurde er 1867 Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft und deren erster Präsident. In der Forschung widmete er sich vor allem den Aminen und den sich vom Anilin ableitenden Farbstoffen, schon in seiner Dissertation über die Basen des Steinkohlenteers hatte Hofmann die Existenz von Chinolen und Anilin nachgewiesen.
Er entdeckte auch die Vitalfarben, welche Arbeiten von Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring in der Erforschung der Bakterien ermöglichten.
August Wilhelm von Hofmann bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/August_Wilhelm_von_Hofmann
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Herbert Marcuse
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Herbert Marcuse (19.07.1898 - 29.07.1979) war ein deutsch-amerikanischer Soziologe und Philosoph jüdischer Herkunft.
Er studierte u.a. bei Edmund Husserl und Martin Heidegger und Ende 1932 trat dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main bei, das von Max Horkheimer geleitet wurde.
Eine weitergehende Darstellung von Marcuses Leben und Werk würde den Rahmen hier sprengen, ich verweise auf den Wikipedia-Artikel.
Bemerkenswert finde ich die Inschrift Weitermachen! auf Marcuses Grabstein. Ausgehend von der Annahme, daß der Stein nach den Wünschen des Verstorbenen bestaltet wurde stellt sich da die Frage, ob sich uns Marcuse damit vielleicht gar als Thelemit outet? Zur Erinnerung: Ah! Ah! Death! Death! thou shalt long for death. Death is forbidden, o man, unto thee. (Liber Al vel Legis II/73). Öhm, oder so...
Herbert Marcuse bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse
Herbert Marcuse bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MarcuseHerbert/index.html Herbert Marcuse bei praxisphilosophie.de: http://www.praxisphilosophie.de/marcuse.htm |
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Arnold Zweig
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Arnold Zweig (10.11.1887 - 26.11.1968) war ein deutscher Schriftsteller.
Er studierte Germanistik, Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte und Nationalökonomie und war stark von Nietzsches Philosophie beeinflusst.
Im Ersten Weltkrieg war Zweig ab 1917 Mitarbeiter der Presseabteilung des Oberbefehlshabers Ost. Dort kam der säkulare Jude Zweig in Kontakt mit dem Ostjudentum, das bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Der Kontakt zu Martin Buber, der bereits während des Krieges begann, führte Zweig in die Nähe des Zionismus, dem er in den folgenden Jahren eng verbunden blieb.
1927 erschien Zweigs bekanntestes Werk, der Roman Der Streit um den Sergeanten Grischa. Das Buch behandelt einen militärischen Justizmord gegen Ende des Ersten Weltkriegs und beschreibt den Zusammenprall zwischen säkularisiertem Judentum und ostjüdischer Frömmigkeit, zwischen aufgeklärter preußischer Tradition und wilhelminischem Paternalismus vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des Kaiserreichs. Der Roman gehört zu dem Zyklus Der große Krieg der weißen Männer.
Seine zionistische Einstellung führte ihn aus dem Exil in Frankreich nach Palästina. Abgeschnitten von seinem literarischen Umfeld wurde Zweigs Existenz in Palästina auch wirtschaftlich unhaltbar. Über die Verbindung mit Feuchtwanger und anderen Linksintellektuellen engagierte sich Zweig während des Exils verstärkt für den Sozialismus und publizierte in antifaschistischen Publikationen wie der Neuen Weltbühne.
1948 kehrte Arnold Zweig aus dem Exil nach Ost-Berlin zurück. Von 1950 bis 1953 war Zweig Präsident der Deutschen Akademie der Künste der DDR, 1957 wurde er zum Präsidenten des Deutschen P.E.N.-Zentrums Ost und West (ab 1967 P.E.N.-Zentrum DDR) berufen.
Arnold Zweig bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Zweig
Arnold Zweig bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ZweigArnold/ |
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Gustav Blaeser
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Gustav Hermann Blaeser (09.05.1813 - 20.04.1874) war ein deutscher Bildhauer. Blaeser erhielt seine Ausbildung zwischen 1834 und 1843 im Atelier Christian Daniel Rauchs in Berlin und an der dortigen Akademie der Künste. Während der elf Jahre, die er bei Rauch arbeitete, war er an allen großen Arbeiten desselben beteiligt.
Blaeser gestaltete auch zahlreiche Büsten, Porträtstatuetten, Medaillons sowie auch beliebte genreartige Darstellungen.
Gustav Hermann Blaeser bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Blaeser
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Leo Spies
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Leo Spies (04.06.1899 - 01.05.1965) war ein deutscher Komponist und Dirigent.
Spies wuchs als kind seiner deutschen, baltischen und schottischen Vorfahren in Moskau und St. Petersburg auf, die Familie mußte 1915 Moskau durch den Ersten Weltkrieg verlassen und zog nach Dresden. Spies nahm Kompositionsunterricht bei dem Bachforscher Johannes Schreyer, der machte ihn Jakob Böhmes vertraut, was später für Spies eine große Rolle spielen sollte, und 1916/1917 studierte er an der Musikhochschule Charlottenburg bei Engelbert Humperdinck.
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Spies als Kapellmeister an norddeutschen Kleinkunst- und Provinzbühnen und beim Zirkus, später war er als Komponist und Kapellmeister bei der UFA tätig und komponierte Orchestermusiken für Filme, u.a. für Murnau.
Um 1928 fand er Kontakt zu Hanns Eisler und Anschluss an die Arbeiterbewegung, so dirigierte er auch Arbeiterchöre. Ab 1935 übernahm Spies die musikalische Leitung des Balletts der Deutschen Oper Berlin-Charlottenburg.
Spies machte sich nach dem Zweiten Weltkrieg um den Wiederaufbau des Berliner Musiklebens verdient, 1947 von Walter Felsenstein berufen wurde, das Orchester der Komischen Oper Berlin aufzubauen.
1952 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Künste (Berlin) berufen, dort hatte er eine eigene Kompositionsklasse.
Leo Spies bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Spies
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Wolfgang Langhoff
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Wolfgang Langhoff (06.10.1901 - 25.08.1966) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Von 1928 bis 1933 spielte er am Düsseldorfer Schauspielhaus und engagierte sich in dieser Zeit intensiv für die KPD, er gründete eine eigene Agitprop-Gruppe.
später wurde er ins Konzentrationslager Börgermoor im Emsland verbracht. Dort überarbeitete er im August 1933 einen Text von Johann Esser zum später weltberühmt gewordenen Moorsoldaten-Lied. Die Melodie komponierte der Mithäftling Rudi Goguel.
Von 1946 (als Nachfolger von Gustav von Wangenheim) bis 1963 leitete er das Deutsche Theater Berlin, 1963 trat er im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um das von ihm inszenierte Stück Die Sorgen und die Macht von Peter Hacks zurück. Langhoff hatte eine Schauspielausbildung absolviert.
Wolfgang Langhoff bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Langhoff
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Fam. Hitzig
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Julius Eduard Hitzig (geb. Isaac Elias Itzig 26.03.1780 - 26.11.1849) war Jurist, Verleger, Schriftsteller. Hitzig studierte Rechtswissenschaften in Halle und Erlangen, war Regierungsassessor in Warschau und machte aus dem preußischen Justizdienst eine Buchhändlerausbildung. Er gründete in Berlin einen Verlag, in dem er unter anderem Heinrich von Kleists Berliner Abendblätter veröffentlichte.
1814 kehrte er in den Justizdienst zurück, mit der Gründung strafjuristischer Fachzeitschriften förderte er die Fachdiskussion, war aber auch als Verleger sowie als Mitglied und Mitbegründer literarischer Gesellschaftenin dem literarischen Leben seiner Zeit verbunden. Er verfasste biografische Arbeiten über Adelbert von Chamisso und E. T. A. Hoffmann.
Georg Friedrich Heinrich Hitzig (08.11.1811 - 11.10.1881) war Julius Eduard Hitzigs Sohn und ein deutscher Architekt und Schüler von Karl Friedrich Schinkel. Er arbeitete als Schinkels Praktikant beim Bau der Berliner Sternwarte und wurde zu einem besonders gefragten Architekten in der Zeit nach Schinkel, dessen klassizistischen Stil er durch die Nutzung von Elementen der Renaissance weiterentwickelte. Berühmte Bauten Hitzigs sind die Berliner Börse in der Burgstraße (1945 zerstört), das Hauptgebäude der Technischen Hochschule Charlottenburg, die heutige Schweizerische Botschaft im Tiergarten und das Gebäude der Reichsbank in der Jägerstraße. Julius Eduard Hitzig bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Eduard_Hitzig
Friedrich Hitzig bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hitzig |
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Rudolf von Delbrück
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Martin Friedrich Rudolf von Delbrück (16.04.1817 - 01.02.1903) war ein preußischer und deutscher Politiker.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaft wurde Delbrück 1837 preußischer Beamter und wurde 1848 Ministerialdirektor im preußische Handeslministerium. Delbrück setzte sich vor allem für den Freihandel ein, die Ausweitung des Deutschen Zollvereins ging zu großen Teilen auf ihn zurück, dabei war er stets auf den Erhalt der preußischen Hegemonie im Zollverein bedacht war.
Ab 1867 war Delbrück Präsident des Bundeskanzleramts des Norddeutschen Bunds und war Bismarcks engster Mitarbeiter, den er auch im Parlament oft vertrat und als Vermittler zwischen Bismarck und den Liberalen wirkte.
Als Vertrauter Bismarcks und nun als Staatsminister führte Delbrück 1870 die Verhandlungen mit den süddeutschen Staaten, die schließlich zur Reichsgründung von 1871 führten, für seine diesbzgl. Verdienste wurde er 1896 geadelt. Delbrück blieb nach der Reichsgründung zunächst Bismarcks engster Mitarbeiter und wurde Präsident des Reichskanzleramts.
Zu Spannungen und schließlich zum Bruch zwischen den beiden Männer kam es mir Bismarcks Wechsel vom Freihandel zum Protektionismus und Verstaatlichung Mitte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts. 1876 trat Delbrück zurück, nachdem Bismarcks Plan zur Verstaatlichung der Eisenbahnen bekannt wurde.
Dieser Bruch, symptomatisch für die sich verstärkenden Spannungen zwischen den Liberalen und Bismarck, gab den ersten Anlass zur Kanzlerkrise von 1876 bis 1878. Delbrück blieb bis 1881 als Fraktionsloser Mitglied des Reichstags und bekämpfte engagiert, aber erfolglos die von ihm als antiliberal und etatistisch angesehene Schutzzollpolitik und Sozialgesetzgebung Bismarcks.
Rudolf von Delbrück bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_von_Delbr%C3%BCck
Familie Delbrück bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Delbr%C3%BCck_%28Familie%29 Delbrücksche Familienstiftung: http://www.delbruecks.de/index.php |
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Friedrich Wilhelm Dankberg
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Friedrich Wilhelm Gustav Dankberg (09.10.1819 - 13.10.1866) war ein deutscher Bildhauer und Stukkateur.
Gegen 1840 kam er als Tischlergeselle nach Berlin und machte hier seine ersten Studien unter Anleitung des Bildhauers Friedrich Wilhelm Holbein. Seinen Ruf begründete er durch dekorative Arbeiten u.a. an der Borsigschen Fabrik in Berlin-Moabit (1845), am Babelsberger Schloss, der Kurfürstenkammer im Königlichen Schloss und am Orangerieschloss in Sanssouci.
Friedrich Wilhelm Dankberg bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Dankberg
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Theodor Brugsch
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Theodor Brugsch (11.10.1878 - 11.07.1963) war ein deutscher Mediziner.
Er studierte von 1898 bis 1902 Medizin in Berlin und arbeitete erst am Krankenhaus Hamburg-Altona, danach an der Berliner Charité und von 1927 bis 1935 in der Medizinischen Universitätsklinik Halle.
Seine Frau war Jüdin und es kam zu Konflikten mit dem NS-Regime, deshalb praktizierte er in einer Privatpraxis in Berlin. Von 1945 bis 1957 arbeitete Theodor Brugsch als Ordinarius für Innere Medizin an der Charité.
Theodor Brugsch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Brugsch
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Hans Mayer
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Hans Mayer (19.03.1907 - 19.05.2001) war ein deutscher Literaturwissenschaftler. Mayer war außerdem Jurist und Sozialforscher und fand auch als Kritiker, Schriftsteller und Musikwissenschaftler internationale Anerkennung.
Hans Mayer war jüdischer Großbürgerssohn, Sozialist und Marxist. Mayer studierte Rechts- und Staatswissenschaft, Geschichte und Philosophie, promovierte 1930 und war Mitglied erst in der SAPD, später bis 1935 in der KPO. Im August 1933 hatte Mayer als Jude, Marxist und Homosexueller gleich drei überlebenswichtige Gründe, Deutschland zu verlassen und zu emigrieren, zunächst nach Frankreich, später nach Genf, wo er als Sozialforscher Arbeitsaufträge von Hans Kelsen und Max Horkheimer erhielt. Von 1937 bis 1939 war Mayer, wie zur selben Zeit auch Walter Benjamin, Mitglied des von Georges Bataille gegründeten Collège de Sociologie.
Besonders erwähnt sei hier ein Vortrag über die politischen Geheimbünde in der Deutschen Romantik, der aufzeigte, wie diese Geheimbünde bereits Nazisymboliken vorwegnahmen.
Nach Kriegsende war er Kulturredakteur der Deutsche Nachrichten-Agentur DENA (heute dpa) und später politischer Chefredakteur von Radio Frankfurt. 1948 ging er mit seinem Freund Stephan Hermlin in die Sowjetzone und nahm in Leipzig eine Professur für Literaturwissenschaft an. Er wurde zu einem einflussreichen Kritiker der neueren deutschen Literatur, wurde zu einem gern gesehenen Gast bei den Tagungen der Gruppe 47 und stand in dieser Zeit mit Bertolt Brecht in Kontakt.
1963 resignierte Mayer an den Konflikten mit DDR-Führung und kehrte nach einem Verlagsbesuch in Tübingen nicht zurück und 1965 wurde er den Lehrstuhl für deutsche Literatur an der Universität Hannover berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1973 inne. Danach lebte er als Honorarprofessor in Tübingen.
Das Werk von Hans Mayer umfasst mehr als vierzig Bände. Er hat sich in seinen Untersuchungen zur Literaturgeschichte mit Büchner, Thomas Mann, Montaigne, Robert Musil, James Joyce, Uwe Johnson, Günter Grass, Hans Henny Jahnn und anderen beschäftigt. Sein besonderes Augenmerk galt einerseits der Frage, ob Literatur geeignet sei, Humanität zu fördernden, andererseits den Unbotmäßigen und Außenseitern im Literaturbetrieb, die 1975 erschienene Untersuchung Außenseiter, die gern als sein Hauptwerk betrachtet wird, beschäftigt er sich mit der literarischen Darstellung der in der Geschichte häufig diskriminiert Gruppen Frauen, Homosexuelle und Juden. Hans Mayer gehört zu den wichtigsten Literaturwissenschaftlern und -kritikern des 20. und bis dato des 21. Jahrhunderts. Den gern angestellten Vergleich mit Marcel Reich-Ranicki halte ich für unsinnig, denn einerseits war Mayer Wissenschaftler und Reich-Ranicki ist ein ambitionierter Laie. Andererseits sind - bildlich und bei aller Sympathie für Reich-Ranicki formuliert - Reich-Ranickis bevorzugte Waffen der Kritik das Breitschwert und die Kochensäge, während Mayer Florett und Skalpell präferierte und nicht zuletzt deshalb war Mayer die Publizität, auf die Reich-Ranicki Wert legt, stets suspekt. Weil ich Hans Mayers Lebenswerk für außerordentlich herausragend und bedeutend halte, verweise ich an dieser Stelle etwas ausführlicher auf andere Texte. Hans Mayer bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Mayer
Nachrufe auf Hans Mayer: http://www.freitag.de/2001/22/01220301.php Hans Mayer als Kommunist ohne Parteibuch: http://www.akweb.de/ak_s/ak451/43.htm Hans Mayer als Außenseiter: http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2001/23/25a.htm Nachruf auf Hans Mayer: http://www.hagalil.org/hagalil/archiv/2001/05/mayer.htm Erinnerung an Hans Mayer: http://www.taz.de/dx/2001/05/21/a0111.1/textdruck Oeuvre mit gesamteuropäischer Reichweite: http://www.titel-forum.de/print.php?sid=5501 Hans Mayers Reden über Deutschland: http://www.luise-berlin.de/lesezei/Blz97_01/text29.htm |
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Rudolf Wagner-Régeny
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Rudolf Wagner-Régeny (28.08.1903 - 18.09.1969) war ein deutscher Komponist und Hochschullehrer.
Von 1919 bis 1923 studierte er in Leipzig und Berlin und war bis 1925 an der Volksoper Berlin tätig, reiste bis 1929 als Komponist und Kapellmeister der Ballettgruppe von Rudolph von Laban durch Europa.
1930 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an, nachdem er seit der Geburt die ungarische, nach 1919 die rumänische besessen hatte. 1930-45 lebte er als freischaffender Komponist und gab Kompositions- und Theorieunterricht. 1929 hatte er den Bühnenbildner und Librettisten Caspar Neher kennengelernt, mit ihm schrieb er mehrere große Opern, so Der Günstling, die sein größter Publikumserfolg wurde.
1947-50 war Wagner-Régeny Rektor der Musikhochschule Rostock, anschließend wurde er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Berlin und Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der Künste der DDR, aber auch die Bayerische Akademie der Schönen Künste zählte ihn zu ihren Mitgliedern.
Rudolf Wagner-Régeny bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Wagner-R%C3%A9geny
Rudolf Wagner-Régeny bei Klassika: http://www.klassika.info/Komponisten/Wagner_Regeny_R/index.html |
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John Heartfield
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John Heartfield (Helmut Herzfelde 19.06.1891 - 26.04.1968) ein deutscher Maler, Graphiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner, er gilt als der Erfinder der politischen Fotomontage.
Er war der älteste Sohn des anarchistischen Dichters und Schriftstellers Franz Held und Bruder von Wieland Herzfelde und
1899 verschwanden die Eltern unter bis heute mysteriösen Umständen und ließen ihre Kinder in einer Almhütte auf dem Gaisberg südlich von Salzburg, wo die Familie auf der Flucht vor der Justiz (wegen "Gotteslästerung") und nach iherer Ausweisung aus der Schweiz lebte, zurück.
Erst 1977 erfuhr Heartfields Bruder Wieland Herzfelde Näheres zum weiteren Schicksal seines Vaters, nämlich daß er in einer Bozener Irrenanstalt sterben mußte. Das Schicksal der Mutter, der Textilarbeiterin und Anarchistin Alice Stolzenberg, ist bis heute ungewiß.
Helmut Herzfelde begann 1905 eine Lehre als Buchhändler, studierte von 1908 bis 1911 an der Kunstgewerbeschule in München und danach an der Kunst- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg.
Seit 1916 nannte sich Herzfelde aus Protest gegen den englandfeindlichen Nationalismus offiziell John Heartfield und gründete er zusammen mit seinem Bruder Wieland Herzfelde den Malik-Verlag in Berlin.
Am 31. Dezember 1918 trat Heartfield noch an ihrem Gründungstag der KPD bei, ab 1919 wurde er als Protagonist der Berliner Dada-Bewegung bekannt. Es folgten zunehmende Aktivitäten in der neuen Kunstbewegung.
Im April 1920 gab Heartfield zusammen mit George Grosz und Raoul Hausmann Dada 3 heraus, die ab 1921 von Heartfield entworfenen Schutzumschläge und Bucheinbände für den Malik-Verlag wurden schnell zu begehrten Sammlerobjekten, so daß sieöfter ohne das zugehörige Buch beim Verlag bestellt wurden.
Heartfield wurde Ausstattungsleiter der Max Reinhardt–Bühnen unter Erwin Piscator. Balt galt Heartfield als Meister der Fotomontagetechnik, berühmt ist der gemeinsam mit Tucholsky verfasste und 1929 erschienen ein Bildband mit dem satirisch gemeinten Titel "Deutschland, Deutschland über alles".
1933 emigrierte John Heartfiled in die Tschechoslowakei, nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechoslowakei konnte Heartfield 1938 mit Hilfe englischer Intellektueller nach Großbritannien emigrieren.
1950 kehrte Heartfield nach Deutschland in die DDR zurück, wo er bis 1956 in Leipzig und danach bis zu seinem Tod in Berlin lebte. Zusammen mit Wieland Herzfelde arbeitete er für verschiedene Theater, Verlage und Organisationen der DDR.
1956 wurde Heartfield zum ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin gewählt und 1960 wurde zum Professorenberufen.
John Heartfield bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/John_Heartfield
John Heartfield bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HeartfieldJohn/ Biographie bei john-heartfield.de: http://www.john-heartfield.de/ |
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Wieland Herzfelde
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Wieland Herzfelde (11.04.1896 - 23.11.1988) war Publizist, Autor und Verleger. Er gründete den nachgerade legendären Malik-Verlag, der auf Avantgardekunst sowie kommunistische Literatur spezielisiert war.
Die Familiengeschichte habe ich schon unter John Heartfield kurz beschrieben, Wieland Herzfelde folgte seinem älteren Bruder Helmut Herzfeld 1914 nach Berlin und studierte Germanistik und Medizin. Die Erlebnisse im Ersten Weltkrieg an der Front erschütterten ihn sehr und er beschloss 1916, mit seinem Bruder eine Zeitschrift gegen den Krieg herauszubringen. Die erste Ausgabe der Neuen Jugend erschien noch im selben Jahr, wurde aber bereits im folgenden Jahr verboten.
Aus ihr ging 1917 schließlich der Malik-Verlag hervor, der sich zunächst auf das Publizieren von politisch brisanten Zeitschriften und Kunstmappen von George Grosz spezialisiert hatte. Allmählich wandelte sich das Unternehmen von einem Zeitschriften- zu einem Buchverlag, wurde zum Sprachrohr des Dadaismus und unterstützte mit seinen Publikationen die Sowjetunion.
Herzfelde pflegte zu vielen Berliner Künstlern der damaligen Zeit persönliche Kontakte, z.B. zu Harry Graf Kessler, Else Lasker-Schüler und Erwin Piscator). Am 31. Dezember 1918, dem Tag ihrer Gründung, trat er mit seinem Bruder und Georg Grosz der KPD bei. In den 20er Jahren wurde der Verlag um eine Kunstgalerie und eine Buchhandlung erweitert.
1933 emigrierte er nach Prag, wo er die Verlagstätigkeit wieder aufnahm, der Sitz des Hauses wurde nach London verlegt.
Er verlegte in Prag Werke von Johannes R. Becher und Ilja Ehrenburg und veröffentlichte zusammen mit Anna Seghers die Zeitschrift Neue deutsche Blätter, in diese Zeit fiel auch die Herausgabe der Gesammelten Werke von Bertolt Brecht.
1938 ginger er zusammen mit seinem Bruder nach London, erhielt 1939 aber ein Visum für die USA und emigrierte schließlich nach New York.
Fünf Jahre nach seiner Ankunft in Amerika konnte er seinen Wunsch verwirklichen, mit dem Aurora Verlag einen Verlag für deutsche Exilautoren zu gründen - er rief ihn gemeinsam mit Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Ernst Bloch, Ferdinand Bruckner, Oskar Maria Graf, Berthold Viertel, Ernst Waldinger und F.C. Weiskopf 1944 ins Leben.
1949 kehrte Herzfelde nach Deutschland zurück und wurde Professor für Literatur an der Universität Leipzig. In den Jahren 1952-1962 widmete er sich ganz der Herausgabe der 14-bändigen "Gesammelten Werke" von Leo N. Tolstoi. Von 1956 bis 1970 war Herzfelde Präsident des PEN-Vereins der DDR und seit 1961 Mitglied der Akademie der Künste der DDR.
Wieland Herzfelde bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wieland_Herzfelde
Wieland Herzfelde bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HerzfeldeWieland/index.html |
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Thomas Brasch
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Thomas Brasch (19.02.1945 - 03.11.2001) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor, Regisseur und Lyriker.
Brasch wurde als Sohn jüdischer Emigranten im englischen Exil geboren, 1947 kehrte die Familie nach Deutschland in die Sowjetzone zurück.
Brasch diente von 1956 bis 1961 in der NVA, arbeitete nach dem Abitur in diversen Jobs und studierte von 1964/65 Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig.
In dieser Zeit begann seine lange Geschichte von Querelen mit den DDR-Oberen, zu denen an exponierter Stelle auch sein Vater Horst Brasch gehörte.
Sie beginnt mit seiner Exmatrikulation 1965, führt über zweimalige Verurteilung wegen "staatsfeindlicher Hetze", die er nach kurzer Strafzeit beide zur Bewährung ausgesetzt wurden, was auf den Einfluß seines Vaters zurückgehen dürfte, geht weiter über neu gebotete Chancen
wie einem Fernstudium für Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg und einem Job im Brecht-Archiv auf Vermittlung von Helene Weigel und endet mit einem Ausreiseantrag und der Übersiedlung nach Westberlin im Dezember 1976 im Gefolge der Ausbürgerung Wolf Biermanns.
Es ist die Geschichte von den Vätern als "gute Kommunisten" und Funktionäre, die nur das Beste ihrer Kinder wollten, und ihren sozusagen mißratenen Töchtern und Söhnen, die partout nicht bereit waren, ihren Vätern das zu geben, was in Braschs Fall, als die Partei von den Eskapaden seines Sohnes genug hatte, die Karriere von Braschs Vater schlagartig verkürzte, die schließlich als Grüßaugust bei der Liga für Völkerfreundschaft ihr Ende fand.
Was sich heute für den einen oder anderen so dramatisch liest, was heute in den politischen Sonntagsreden gern als Widerstand und Dissidenz mystifiziert wird, war jedoch nichts anderes als die sehr banale Manifestation einer ebenso banalen wie permanenten Nabelschau in den quälend banalen Lebensumständen einer zum Staat gewordenen Banalität namens DDR.
Wie dem auch sei - für Thomas Brasch reichte der Dissidenten-Bonus zwar nicht zu Reputation und Nachsteuergewinn a la Biermann, aber immerhin für eine respektierliche Karriere im westdeutschen Literaturbetrieb inklusive Ernst-Reuter- und Kleist-Preis, Villa-Massimo-Stipendium, Bayerischem Filmpreis und PEN-Mitgliedschaft. Thomas Brasch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Brasch
Thomas Brasch bei bei Internet Movie Database: http://us.imdb.com/name/nm0105344/ |
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Günter Gaus
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Günter Gaus (23.11.1929 - 14.05.2004) war ein deutscher Journalist, Publizist, Diplomat und Politiker.
Gaus studierte er Germanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er arbeitete er bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, bekannt wurde seine Sendereihe Zur Person, die zum ersten Mal am 10.04.1963 im ZDF ausgestrahlt wurde. Gaus stellte jeweils einen Gast in Form eines Interviews vor, die so entstandenen Portraits von Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern gelten heute als Klassiker und einige, z.B. das Interview mit Hannah Arendt, sind
Dokumente der Zeitgeschichte von allerhöchstem wert. Gaus führte die Reihe teilweise unter anderem Titel auf verschiedenen Sendern über Jahrzehnte fort. Gaus war Fernsehdirektor beim Südwestfunk, Leiter des TV-Magazins Report Baden-Baden und wurde 1969 Chefredakteur des Spiegel. 1973 wechselte Gaus in die Politik und wurde Staatssekretär im Bundeskanzleramt. 1974 wurde Gaus zum Leiter der neu eingerichteten Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR berufen und blieb bis 1981 in dieser Position.
1981 wandte er sich wieder der journalistischen Tätigkeit zu, verfasste er mehrere Bücher zur Lage der Bundesrepublik und zur Sicherheitspolitik. Seit 1990 war er Mitherausgeber der linken Wochenzeitung Freitag.
Günter Gaus bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Gaus
Günter Gaus bei dhm.de: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GausGuenter/index.html Interview mit Hannah Arendt: http://www.swr.de/kulturdoku/archiv/2005/01/20/printbeitrag2.html |
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Arnolt Bronnen
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Arnolt Bronnen, eigentlich Arnold Bronner, (19.08.1895 - 12.10.1959) war ein deutschsprachiger Schriftsteller. Ebenso wie Bodo Uhse ist Bronnen ein heute weitgehend vergessener deutscher Schriftsteller und steht ebenso exemplarisch wie Uhse für die Zerissenheit in den Wirren der deutschen Geschichte.
Bronnen war der Sohn des jüdischen Schriftstellers und Gymnasiallehrers Dr. Ferdinand Bronner (der unter dem Pseudonym Franz Adamus veröffentlichte) und von Martha, geb. Schelle.
Er wuchs auf in Jägerndorf und in Wien. 1913 machte er dort seine Matura und schrieb sich anschließend an der Universität Wien ein, wo er für vier Semester Jura und Philosophie studierte. Im Ersten Weltkrieg wurde er schwer verletzt und geriet in Kriegsgefangeschaft. 1920 zog Bronnen nach Berlin, wo er anfangs als Angestellter, unter anderem im Kaufhaus des Westens arbeitete. Im selben Jahr erschien sein Stück Vatermord, das ihn berühmt macht und für das er den Kleist-Preis erhielt.
In der Folge freundete sich Bronnen mit Brecht an, mit dem er bis 1926 wiederholt zusammenarbeitete. 1924 wurde Bronnens Stück Katalaunische Schlacht uraufgeführt, das in der Folge zu Protesten des Nationalverbands Deutscher Offiziere führte. Ab 1926 arbeitete er für den Rundfunk; von 1928 bis 1933 war er Dramaturg bei der Dramatischen Funkstunde Berlin.
Spätestens ab 1927 näherte sich Bronnen stärker völkischen, rechten Kreisen an und trat auch in Kontakt zu Ernst Jünger. 1929 führte sein in Oberschlesien spielender Roman O.S. zu heftigen Reaktionen in der Presse; Brecht distanzierte sich von ihm. Ab 1930 verkehrte Bronnen mit Otto Strasser und Goebbels; in diesem Jahr heiratete er auch seine Frau Olga geb. Förster-Prowe. Mit zahlreichen anderen Schriftstellern unterzeichnete er jedoch das "Gelöbnis treuester Gefolgschaft" für Hitler. Ab 1934 arbeitete er für den ersten Fernsehsender. Im Nazi-Regime war Bronnens Stellung zum Nationalsozialismus umstritten, da ihm einerseits seine frühen "linken Umtriebe" vorgeworfen wurden, er aber andererseits schon vor der Machtübernahme der Nazis diese unterstützt hatte. 1938 bzw. 1940 wurden seine Töchter Barbara (Schriftstellerin) Franziska (Schauspielerin) geboren, beide mit seiner zweiten Frau Hildegard von Lossow, 1935 beging seine Frau Selbstmord. 1937 wurde Bronnen aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, was nach Bronnens Widerspruch von Goebbels bestätigt. 1941 ließ Bronnen seine "arische" Abstammung aktenkundig zu machen und wurde wieder in die Reichsschrifttumskammer aufgenommen. 1943 erhielt er endgültig Publikationsverbot und wurde erneut aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Er nahm Kontakt zu einer Widerstandsgruppe auf, wurde 1944 zu einem Ersatzbataillon eingezogen, jedoch bald als "Wehrkraftzersetzer" denunziert und vorübergehend inhaftiert. 1945 wurde Bronnen für kurze Zeit für die Kommunistische Partei Österreichs Bürgermeister von Bad Goisern, wo er seit 1943 lebte, jedoch bald darauf aus der KPÖ ausgeschlossen. 1947 veröffentlichte er eine Rechtfertigung seiner politischen Vergangenheit und arbeitete in der Folge in Österreich am Theater und für den Film. 1955 zog Bronnen nach Ost-Berlin, die Möglichkeiten eines solchen Umzugs in die DDR hatte er zuvor mit Johannes R. Becher besprochen. Dort arbeitete er für das Theater und als Kritiker für die Berliner Zeitung. In der DDR konnte Bronnen nicht mehr wirklich Fuß fassen und es gelang ihm kaum, neue Texte zu veröffentlichen oder Stücke zur Aufführung zu bringen. 1959 starb er in Ost-Berlin. Arnolt Bronnen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Arnolt_Bronnen
Das chaotische Leben des Arnolt Bronnen: http://www.freitag.de/2002/42/02421202.php Zeittafel Arnolt Bronnen: http://www.ogl.at/ogl_bio/bronnen_arnolt.html |
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Stephan Hermlin
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Stephan Hermlin (13.04.1915 - 06.04.1997 in Berlin), bgl. Rudolf Leder, war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer und war einer der bekanntesten Schriftsteller der DDR.
Als Sohn jüdischer Einwanderer wuchs Hermlin in Chemnitz und in Berlin auf. Er trat 1931 dem kommunistischen Jugendverband bei, absolvierte von 1933 bis 1936 eine Lehre als Drucker und war im Widerstand gegen das Nazi-Regime aktiv. 1936 emigrierte Hermlin nach Palästina, Frankreich und die Schweiz. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1945 arbeitete Hermlin zunächst als Rundfunkredakteur in Frankfurt am Main. 1947 zog Hermlin nach Ost-Berlin und war Mitarbeiter in den Zeitschriftenredaktionen der Zeitungen und Zeitscgriften "Täglichen Rundschau", "Aufbau" und "Sinn und Form".
Als Autor bekannter Stalin-Hymnen arbeitete Hermlin in wichtigen Gremien der sowjetischen Besatzungszone und wurde nach 1949 schnell einer der einflussreichsten Schriftsteller der neu gegründeten DDR. Als enger Freund von Erich Honecker verstand sich Hermlin zu dieser Zeit als Protagonist sozialistischer Kulturpolitik, engagierte sich aber auch als Mittler zwischen Literatur und Politik.
Hermlin war Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, der Akademie der Künste der DDR und seit 1976 auch der Akademie der Künste Westberlin.
Nach 1989 geriet Hermlin nicht nur wegen seiner Haltung zu den Juni-Aufständen in der Sowjetzone 1953 und zum Mauerbau 1961, sondern es entwickelte sich eine Kontroverse um seine Biographie, die von Karl Corino begonnen wurde und in die Literatur-Stasi-Debatte ab 1991, später letztlich in eine große Literaturdebatte zur deutschen Einheit müdete.
Stephan Hermlin bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Hermlin
Corino attackiert Hermlin : http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.../index.html Zum Fall Hermlin: http://alpha.dickinson.edu/departments/germn/glossen/heft3/hermlin.html Literaturstreit in Deutschland: http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz97_04/text01.htm |
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Johann Heinrich Strack
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Johann Heinrich Strack (06.07.1805 - 13.06.1880) war ein deutscher Architekt der Schinkelschule.
Er wurde als Sohn des Porträt- und Vedutenmalers Anton Wilhelm Strack (1758-1829) geboren und studierte zwischen 1824 und 1838 mit Unterbrechungen an der Berliner Bauakademie, wo er die Feldmesserprüfung und die Baumeisterprüfung absolvierte.
In diese Zeit fallen unter anderem eine zweijährige Tätigkeit im Atelier von Karl Friedrich Schinkel und eine Reise mit Friedrich August Stüler nach Sankt Petersburg.
1841 wurde er zum Professor an der Akademie der Künste ernannt, wo er seit 1839 als Lehrer tätig war. 1854 erfolgte die Berufung zum Professor an der Berliner Bauakademie. 1862 unternahm er mit Ernst Curtius und Karl Bötticher Ausgrabungen in Athen.
1876 wurde er durch Wilhelm I. zum "Architekt des Kaisers" ernannt, was gleichzeitig seinen Übertritt in den Ruhestand markiert. Heinrich Strack Bauausführung und Vollendung einiger Bauten seines Freundes Stüler, z.B. nach Stülers Tod die Alte Nationalgalerie. Stracks bekanntestes Bauwer ist die Siegessäule (1869–1873) auf dem Großen Stern im Tiergarten in Berlin
Strack bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Strack
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (27.08.1770 - 14.11.1831) war ein deutscher Philosoph und zentraler Vertreter des Deutschen Idealismus.
Hegels Philosophie ist eins der komplexesten in der Philosophiegeschichte, er entwickelte in seinen Werken eine umfassende Geschichtsphilosophie. Sein Werk Phänomenologie des Geistes aus dem Jahre 1807 zählt zu den wichtigsten Werken der Philosophie überhaupt. Nach Hegels Tod kam es zu einer Aufspaltung seiner Anhänger in Gruppierungen. DieAlt-Hegelianer wie Eduard Gans folgten der Hegelschen Philosophie, während die Jung-Hegelianer wie Ludwig Feuerbach oder Karl Marx das Staatstragende in Hegels Philosophie kritisierten.
Insbesondere Karl Marx wurde von Hegel nachhaltig geprägt, Hegels Philosophie gilt als einer der zentralen Ausgangspunkte für den Marxismus. Die Werke Hegels wurden außerdem zum Ausgangspunkt zahlreicher anderer Strömungen im gesamten Bereich der Kultur, wie der Wissenschaftstheorie, aber auch in Kunst und Kunsttheorie, Soziologie, Historie, Theologie und Politik.
Hegel bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel
Hegel bei Gutenberg.de: http://gutenberg.spiegel.de/autoren/hegel.htm |
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Johann Gottlieb Fichte
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Johann Gottlieb Fichte (19.05.1762 - 29.01.1814) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt nach Hegel und neben Friedrich Schleiermacher und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus.
Fichte bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottlieb_Fichte
Fichte bei Gutenberg.de: http://gutenberg.spiegel.de/autoren/fichte.htm |
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Christian Gottlieb Cantian
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Christian Gottlieb Cantian (23.06.1794 - 11.04.1866) war ein deutscher Steinmetz und Baumeister.
Nach der Teilnahme an den Befreiungskriegen war er Schüler an der Berliner Bauakademie. 1826 übernahm Gottlieb Cantian die väterliche Firma, deren Name mit zahlreichen Steinmetzarbeiten an bekannten Berliner Monumentalbauten dieser Zeit verbunden ist.
Die bekannteste Arbeit Cantians ist "Berlins größte Suppenschüssel", die Granitschale im Lustgarten vor dem Alten Museum in Berlin.
1850 bis 1859 war er Stadtverordneter von Berlin und wurde als Stadtältester geehrt.
Cantian bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Gottlieb_Cantian
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Christian Peter Wilhelm Beuth
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Christian Peter Wilhelm Friedrich Beuth (28.12.1781 - 27.09.1853) war ein Wegbereiter der Industrialisierung in Preußen, Politiker und Gründer des Preußischen Gewerbeinstituts, einen der Vorläufer der späteren Technischen Universität Berlin, sowie der Gewerbeschule in Hagen, einen der Vorläufer der Fachhochschule Südwestfalen.
Beuths Anliegen war es, den Wettbewerb und die Gewerbefreiheit zu stärken und damit Unternehmern, Technikern und Handwerkern zu mehr Leistung zu verhelfen. Zu diesem Zweck initiierte er mehrere Vereine, Schulen und Institute. Dieses Ziel verfolgte er gemeinsam mit unter anderen seinem engen Freund Karl Friedrich Schinkel.
1821 gründete er den Verein zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen. Der Verein schrieb regelmäßig Preise auf technische Aufgaben aus, um Innovationen zu fördern. Vorbilder suchte Beuth in England, dem damaligen Zentrum der Industrialisierung.
Beuth initiierte die Technische Schule, die ab 1827 Königliches Gewerbe-Institut genannt wurde. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend war das Gewerbeinstitut, das auch den unteren Bevölkerungsschichten offenstand, scharf gegenüber der Universität abgegrenzt. Es sollte keine Wissenschaft sondern ausschließlich Praxis vermitteln. Das Institut wurde 1866 zur Gewerbe-Akademie gewandelt und dann 1879 mit der ebenfalls ehemals von ihm geleiteten Allgemeinen Bauschule zur Technischen Hochschule Charlottenburg, der späteren Technischen Universität Berlin, vereint.
Beuth bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Peter_Wilhelm_Beuth
Beuth bei Deutsche Maschinentechnische Gesellschaft: http://www.dmg-berlin.info/page/beuth/beuth.htm |
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Louis Victor Robert Schwartzkopff
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Louis Victor Robert Schwartzkopff (05.06.1825 - 07.03.1892) war ein deutscher Unternehmer. 1842 bis 1845 besuchte Schwartzkopff das von Wilhelm Beuth gegründete Gewerbeinstitut in Berlin. Anschließend erfolgte seine praktische Ausbildung bei der Firma Borsig, wo er August Borsig persönlich kennenlernte. Schwartzkopff beendete diese Ausbildung mit einer sechsmonatigen Tätigkeit als Lokomotivführer auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn. Zwischen 1847 und 1851 war er Maschinenmeister der Magdeburg-Wittenberger Eisenbahn.
Am 3. Oktober 1852 gründete er mit Unterstützung seiner Familie und gemeinsam mit dem damaligen Berliner Gießereimeister Nitsche die Eisengießerei und Maschinenfabrik Schwartzkopff und Nitsche in Berlin, aus der 1870 die Berliner Maschinenbau AG vorm. L. Schwartzkopff hervorging.
Die Produktion seines Unternehmens für den Heeres- und Eisenbahnbedarf führte dazu, dass Schwartzkopff in den 1860er-Jahren den Titel Kommerzienrat verliehen bekam. Ende der 1880er-Jahre wurde Schwartzkopff in den Staatsrat der Preußischen Regierung berufen.
Schwartzkopff bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Schwartzkopff
Das Schwartzkopff-Werk heute: http://www.zeuthenonline.de/bmag/home.htm |
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Rudolf Bahro
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Rudolf Bahro (18.11.1935 - 05.12.1997) war ein deutscher Philosoph, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller und Politiker.
Bahro wurde 1952 Mitglied der SED und studierte von 1954 bis 1959 an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin Philosophie.
Danach arbeitete er im Oderbruch als Journalist. 1960 wurde Bahro Mitglied der Universitätsparteileitung in Greifswald und gründete dort die Zeitung "Unsere Universität", deren verantwortlicher Redakteur er war. 1960 erschien sein erstes Buch, der Gedichtband "In dieser Richtung". Ab 1962 arbeitete er als Referent für den Zentralvorstand der Gewerkschaft Wissenschaft in Berlin. Dort war er für den Kontakt zu den Naturwissenschaftlern an den Universitäten zuständig.
Von 1965 an war Bahro stellvertretender Chefredakteur der von der FDJ herausgegebenen Zeitschrift "Forum". Wegen des nicht genehmigten Abdrucks von Volker Brauns Theaterstück "Kipper Paul Bauch" wurde er 1967 dieses Postens enthoben. Zur "Bewährung in der Produktion" versetzt stieg Bahro bis 1977 zum Abteilungsleiter "Wissenschaftliche Arbeitsorganisation" im Berliner Gummikombinat auf und arbeitete als Parteiorganisator seines Bereiches.
Seine nebenberuflich geschriebene und 1975 an der TH Merseburg eingereichte Dissertation wurde trotz dreier positiver Gutachten angesichts zweier Negativ-Gutachten abgelehnt. Beeindruckt vom Einmarsch des Warschauer Paktes in der CSSR 1968 schrieb Bahro seit 1972 an seinem Buch "Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus". Der Vorabdruck des Buches im "Spiegel" und die darauf folgende Verhaftung am 25. August 1977 machten Rudolf Bahro weltweit bekannt. Am 1. Februar 1978 engagierten sich zahlreiche Schriftsteller, unter ihnen waren Heinrich Böll, Graham Greene und Arthur Miller, in einem Leserbrief an die Londoner Tageszeitung "The Times" für Bahros Freilassung.
Am 30. Juni 1978 wurde Bahro von der Zonenjustiz zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, was internationale Proteste und eine Solidaritätsbewegung zur Folge hatte. Bahro wurde mit verschiedenen Preisen geehrt und wurde Oktober 1979 anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung der DDR amnestiert und in die Bundesrepublik Deutschland abgeschoben. Bahros Rechtsbeistand in der Zone war Gregor Gysi, dem Bahro bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden blieb.
In Westdeutschland nahm Bahro Lehraufträge in Bremen und West-Berlin an. Im Januar 1980 war er mit Herbert Gruhl und Petra Kelly einer der Gründer der "Grünen". Er plädierte für ein Zusammengehen von Rot und Grün, für eine neue soziale Bewegung jenseits der traditionellen Ideologien, die Aufgabe linken Sektierertums und das Angehen der ökologischen Frage. Anfang 1980 wurde er an der Universität Hannover mit seiner in Merseburg zurückgewiesenen Dissertation promoviert. Im Sommer 1983 verbrachte Bahro einige Wochen in Rajneeshpuram, in der Kommune von Osho Bhagwan Shree Rajneesh in Oregon (USA). Bahros darauf folgende positive Äußerungen zu Bhagwan und Rajneeshpuram bezogen sich, wie bereits in der "Alternative" angelegt, auf die Verknüpfung von Welt- und Selbstveränderung.
Im Laufe des Jahres 1984 radikalisierte sich seine Position gegenüber den Grünen. Er versuchte dort einerseits Menschen um sich zu scharen, die "Kommune wagen" wollen, andererseits konstatierte er bei den Grünen einen "ultimativen Machtwahn". Im Sommer 1985 trat Rudolf Bahro aus der Partei aus. Er schrieb an seinem neuen Buch "Logik der Rettung".
In seinem Haus in Worms lud Bahro zu Lernwerkstätten ein, in denen er seine Ideen von den Basisgemeinden einer "Unsichtbaren Kirche" diskutierte und Mitstreiter zu gewinnen suchte.
Im November 1989 ging Bahro in die DDR zurück. Am 16. Dezember 1989 sprach er vor den Delegierten des letzten SED- und zugleich Gründungsparteitag der PDS und präsentierte seine Vision des sozialökologischen Umbaus der DDR. Er erntete jedoch weit gehendes Unverständnis für seine radikal-ökologischen Ideen. Allerdings ist 1994 die Ökologische Plattform bei der PDS gegründet worden, die einige Ideen Bahros mit aufgenommen hat. Im Frühjahr 1990 begann Bahro mit dem Aufbau eines "Instituts für Sozialökologie" an der Humboldt-Universität Berlin.
Am 15. Juni 1990 wurde er vom Obersten Gericht der DDR vollständig rehabilitiert. Unterstützt durch den sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf initiierte und förderte Rudolf Bahro die praktische Entwicklung sozial-ökologischer Experimente. Bekannt ist vor allem das "LebensGut Pommritz" bei Bautzen. Ein weiterer Ökohof, der aus der Gemeinschaft für Sozialökologie hervorgegangen ist, liegt bei Prenzlau.
Bahro bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bahro
Bahro bei DHM: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BahroRudolf/ "Ich, Rudolf Bahro" - Bahro über sich: http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/80/80_2/bahro.htm Jutta Ditfurth über Bahro: http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/51/26a.htm |
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Gedenkstätte für Kämpfer des Widerstands
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Mit dieser Gedenkstätte werden verschiedene Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus geehrt. Nachfolgend verweise ich ich für die Biographien auf die Wikipedia-Einträge.
Klaus Bonhoeffer bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Bonhoeffer
Dietrich Bonhoeffer bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer Hans von Dohnanyi bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Dohnanyi Hans John bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_John Hans Ludwig Sierks bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Ludwig_Sierks Friedrich Justus Perels bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Justus_Perels Rüdiger Schleicher bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Schleicher |
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Friedrich Eduard Hoffmann
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Friedrich Eduard Hoffmann (1818 - 1900) war ein deutscher Ingenieur und Erfinder eines Ziegeleiofens, des Hoffmannschen Ringofens, der die Ziegeleifabrikation seinerzeit revolutionierte,
womit Hoffmann einen nicht zu unterschätzenden Anteil am rasanten Wachsen der stadt Berlin seit Ende es 19. Jahrhunderts hatte.
Hoffmannscher Ringofen: http://de.wikipedia.org/wiki/Hoffmannscher_Ringofen
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Albert Dietrich Schadow
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Albert Dietrich Schadow (02.05.1797 - 05.09.1869) war ein deutscher Baumeister und Architekt und war vor allem für Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler tätig.
Er studierte ab 1812 an der Bauakademie und legte 1827 die Baumeisterprüfung ab. In den folgenden Jahre war er in der Schlossbaukommission unter seinem Vater Friedrich Gottlieb Schadow (1761-1831) und dessen Nachfolger Friedrich August Stüler tätig. 1849 wurde er zum Oberhofbaurat und zum Mitglied der Akademie der Künste ernannt.
Albert Dietrich Schadow bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Dietrich_Schadow
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Max Spitta |
Max Spitta (1842-1902) war ein deutscher Architekt und Baumeister. Er war seit 1872 als Baumeister in Berlin tätig und prägte mit seinen historistischen Entwürfen und durch seine leitende Tätigkeit in Baukommissionen besonders die Sakral-Architektur in der Berlin, seine bekanntesten Arbeit sind die
Erlöserkirche (Rummelsburg), die St. Johannes-Evangelist-Kirche (Mitte), der Deutsche Brunnen in Istanbul und der St. Johannis-Kirchhof (Alt-Moabit), der von Schinkel begonnen, von Stüler weitergebaut und von Spitta beendet wurde.
Trotz seiner zahlreichen Arbeiten habe ich keinen ausführlicheren, biographischen Text zu Spitta gefunden, die Suche ergibt aber etliche Darstellungen seines Werkes.
St. Johannes-Evangelist: http://www.sophien.de/2003/kirchen/johannes/index.htm
Erlöserkirche: http://de.wikipedia.org/wiki/Erl%C3%B6serkirche_%28Berlin-Rummelsburg%29 Deutscher Brunnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Brunnen_(Istanbul) |
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Karl Friedrich Schinkel
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Karl Friedrich Schinkel (13.03.1781 - 09.10.1841 war ein preußischer Architekt, Stadtplaner und Maler, der den Klassizismus in Preußen entscheidend prägte.
Schinkel war nicht nur der klassizistische Stararchitekt des Königreichs Preußen, er leistete auch auf den Gebieten Innenarchitektur, Design und Malerei Herausragendes. Seine klare Formensprache befindet sich mit ihrer Abkehr von den Formen des Barock im Einklang mit der preußischen Aufklärung.
Seine berühmtesten Gebäude findet man in und um Berlin. Höhepunkte sind das Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt, das Alte Museum, die Schlossbrücke, die Friedrichswerdersche Kirche, die Bauakademie (alle in Berlin) und das Schloss Charlottenhof in Potsdam.
Schinkel bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_Schinkel
Schinkel bei archINFORM: http://deu.archinform.net/arch/328.htm?scrwdt=1024 |
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Jürgen Kuczynski
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Jürgen Kuczynski (17.09.1904 - 06.08.1997) war ein deutscher Historiker und Wirtschaftswissenschaftler und einer der prominentesten und produktivsten Wissenschaftler der DDR.
Er studierte in Erlangen, Berlin und Heidelberg Philosophie, Statistik und Politökonomie und war ab 1926 Forschungsstudent in den USA. 1929 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte fortan in Berlin. Seit 1930 war er KPD-Mitglied. 1936 verlässt Kuczynski das nationalsozialistische Deutschland und ging nach England ins Exil.
Kuczynski arbeitete 1944/45 für die US-Army im Rang eines Colonels als Statistiker. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 1945 Präsident der Zentralverwaltung für Finanzen in der sowjetischen Besatzungszone. 1946 wurde er auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte an der Berliner Universität berufen und leitete bis 1956 das dortige Institut für Wirtschaftsgeschichte, dessen Begründer er zugleich war, er emeritierte 1968.
1949 bis 1958 war er Mitglied der Volkskammer und er war langjähriges Mitglied des ZK der SED. Zuletzt war er im PDS-Ältestenrat aktiv.
1983 erschienen sein viel gelesenes, für die damaligen Verhältnisse in der Zone sehr kritisches Buch "Dialog mit meinem Urenkel", das ihm sogar eine Parteistrafe einbrachte. Um so populärer waren seine öffentlichen Vorträge. So entwickelte er sich in den 80iger Jahren einen Ruf als Querdenker und "fröhlicher Marxist".
Was in der heutigen Betrachtung von Kuczynskis Wirken fast vollständig untergeht, ist sein erheblicher Einfluß auf die kommunistische Linke in Westdeutschland. Der resultierte nicht nur aus der Tatsache, daß er einer der wenigen Charismatiker der DDR-Intelligenz und sozusagen revolutionärer Uradel war, sondern aus dem Umstand, daß er ein effizienter und wortgewandter Vielschreiber war und besonders seine beiden Werke zur "Geschichte der Lage der Arbeiter unter dem Kapitalismus" und zur "Geschichte des Alltags des deutschen Volkes" erlangten recht großen Einfluß auf das Geschichtsbild der westdeutschen Kommunisten. Neben seiner Karriere als Wissenschaftler machte Kuczynski ein zweite, nicht minder bemerkenswerte als Spion. In den frühen 30igern wurde Kuczynski von Sergej Bessonow, einem Mitarbeiter der sowjetischen Botschaft, wird er für die sowjetische Spionage gewonnen. Etwas später ließ er sich im Exil - wie auch der Philosoph Herbert Marcuse - vom CIA-Vorläufer Office of Strategic Services (OSS) rekrutieren. Kuczynski gelang es, den "Atomspion" Klaus Fuchs als sowjetischen Agenten zu gewinnen und seine Schwester Ursula Ruth Kuczynski alias Ruth Werner, die ihrerseits vom legendären Richard Sorge für den Geheimdienst der Sowjet-Armee GRU anwarb. wurde Fuchs' Führungsoffizier. Kuczynski bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Kuczynski
Kuczynskis Privatbibliothek: http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2001/33/26a.htm |
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Heiner Müller
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Heiner Müller (09.01.1929 - 30.12.1995) war einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bedeutung erlangte er außerdem als Lyriker, Prosa-Autor und Verfasser theoretischer Texte wie auch als Regisseur und Intendant.
1947 trat Müller in die SED ein, arbeitete ab 1950 in den Kulturzeitschriften "Sonntag", "Neue deutsche Literatur" und "Junge Kunst" und arbeitete ab 1954 beim Deutschen Schriftsteller-Verband.
In dieser Zeit erfolgte die Erstaufführung seines Stückes "Zehn Tage, die die Welt erschütterten". Er wurde ab 1958 Mitarbeiter am Maxim-Gorki-Theater in Berlin und freischaffender Autor, im gleichen Jahr fanden die Erstaufführungen von "Der Lohndrücker" und "Die Korrektur" statt.
Die Aufführung des sofort wieder abgesetzten Stückes "Die Umsiedlerin" im Jahr 1961 hatte Müllers Ausschluß aus dem Schriftstellerverband zur Folge, er erhielt aber Unterstützung durch Peter Hacks und Hanns Eisler. 1964 schrieb Müller das Stück um, es kam aber erst 1976 zur Aufführung. 1965 ließ die SED die Aufführung des Stückes "Der Bau" absetzen.
1970 wurde Müller Dramaturg am Berliner Ensemble. Sein in der DDR verbotenes Stück Mauser wurde 1975 in den USA uraufgeführt, 1980 in Köln. "Germania Tod in Berlin" wurde 1978 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt, 1979 die Hamletmaschine in Essen. Bei einer eigenen großangelegten Hamlet-Inszenierung in Berlin 1990 am Deutschen Theater integrierte Müller dann das Fragment in die Aufführung als Hamlet/Maschine mit Ulrich Mühe in der Hauptrolle.
Neben den Schikanen wurden Müller in der Zone eine ganze Reihe außerordentlicher Ehrungen zuteil. 1959 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 1975 wurde ihm der Lessing-Preis der DDR verliehen. 1984 wurde er Mitglied der Akademie der Künste der DDR und erhielt 1985 den Georg-Büchner-Preis. 1986 wurde er Mitglied der Akademie der Künste West-Berlin und bekam den Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Kultur. 1988 wurde Müller dann wieder in den DDR-Schriftstellerverband aufgenommen. Er wurde Präsident der Akademie der Künste der DDR bzw. der Akademie der Künste Berlin und noch 1990 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Dieses Phänomen findet sich in der Vita vieler Persömlichkeiten der DDR wieder, die als Querdenker, Freigeister oder gar Widerständler und Dissidenten galten und gelten. Ich denke, die massenhafte Vergabe von Posten, Ämtern und Ehrungen an diese Zeitgenossen durch die Partei- und Staatsführung der Zone war der Versuch, diese Menschen (neben der Nutzung ihrer intellektuellen Potentiale) in das System eng einzubinden und sie für das System zu korrumpieren. Was in der Rückschau verblüfft ist der Umstand, daß die allermeisten Querdenker und Freigeister dieses Spiel mitspielten, wobei in bezug auf Pöstchen und Ämter gerne die angebliche Möglichkeit zur Einflußnahme vorgeschoben wird, was bei der Annahme der Ehrungen allerdings sehr unglaubwürdig wird. (Damit an dieser Stelle keine Mißverständnisse entstehen - die kapitalistisch-bürgerliche Gesellschaft hat ihr eigenes System zur Korrumpierung und letztlich Assimilierung ihrer Freigeister und Dissidenten, das allerdings über die Merkantilisierung ihrer Produkte und die materielle Korrumpierung der Opponenten funktioniert. Das ist zwar für alle Beteiligten zumindest in materieller Hinsicht wesentlich ertragreicher als die Zonenvariante, aber nicht minder banal und schnöde.) Ab 1992 war er in der Leitung des Berliner Ensembles und 1993 inszenierte Müller in Bayreuth erfolgreich die Oper Tristan und Isolde. Seine letzte Inszenierung war die von Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", die im Juni 1995 mit Martin Wuttke in der Hauptrolle Premiere im Theater am Schiffbauerdamm (Berliner Ensemble) hatte. Heiner Müller verstarb in Berlin an den Folgen einer Krebserkrankung. Müller bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_M%C3%BCller
Müller bei DHM: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MuellerHeiner/ heinermueller.de: http://www.heinermueller.de/de/index.php Müller im Spiegel der Nachrufe: http://www.davids-welt.de/hm/index.html Internationale Heiner Müller Gesellschaft: http://www.ihmg.de/ Lutz Rathenow über Müller: http://www.oeko-net.de/kommune/kommune9-97/KMUELLER.html Rolf Hochhuth - letztes Gespräch mit Müller http://www.sonntagsblatt.de/1996/3/4-24.htm im Internet Archive |
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Carl Friedrich Rungenhagen
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Carl Friedrich Rungenhagen (27.09.1778 - 21.12.1851) war ein deutscher Komponist und Musikpädagoge.
Rungenhagen brach ein Studium der Malerei wegen geringer Studienfortschritte ab und trat in das väterliche Handelshaus ein. 1801 wurde er Mitglied der Sing-Akademie zu Berlin. 1815 avancierte er zum Vize-Direktor und war zu dieser Zeit bereits nicht mehr aus dem musikalischen Leben Berlin wegzudenken. In diesen Jahren wurde er auch Schüler von Carl Friedrich Zelter.
1833 übernahm er als Nachfolger Zelters die Leitung der Singakademie. Diese Wahl durch die Mitgliederversammlung war nicht unumstritten, denn der Mitbewerber war der Zelter-Schüler Felix Mendelssohn Bartholdy, der die sehr erfolgreiche erste Wiederaufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach nach dessen Tod inszenierte und leitete.
In der Funktion des Sing-Akademie-Direktors führte Rungenhagen die Wiederbelebung der Musik Johann Sebastian Bachs fort und widmete sich der Pflege der Oratorien von Georg Friedrich Händel. Gleichzeitig wirkte Rungenhagen auch an der Königlichen Akademie zu Berlin als Musikpädagoge, seine Schüler waren u.a. Albert Lortzing und August Conradi.
Rungenhagen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Rungenhagen
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Christian Daniel Rauch
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Christian Daniel Rauch (02.01.1777 - 03.12.1857) war einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Bildhauer des deutschen Klassizismus. Er war ein Schüler von Johann Gottfried Schadow.
Mit seinem Werk, das gleichermaßen Porträtbüsten, Denkmäler und Grabmonumente umfasst, gehört Christian Daniel Rauch zu den Hauptvertretern des Berliner Klassizismus. 1797 trat er Rauch als Kammerdiener in den Dienst Friedrich Wilhelms II. ein. Nach dessen Tod setzte er seine Tätigkeit am Hof Königin Luises fort. Nebenbei besuchte Rauch an der Akademie Übungen im Aktzeichnen und kunsthistorische Vorlesungen.
Nachdem 1800 erstmals Werke von ihm auf der Akademieausstellung zu sehen waren, wurde Johann Gottfried Schadow auf ihn aufmerksam und nahm ihn in seiner Werkstatt auf.
In Rom wurde Rauch von Wilhelm von Humboldt protegiert und als 1810 die Preußenkönigin Luise starb, bekam Rauch durch Humboldts Vermittlung den Auftrag zur Schaffung des Sarkophags der Verstorbenen.
Nach der sehr erfolgreichen Ausführung dieses bedeutenden Auftrags folgten weitere, die Rauch zu einem allgemein anerkannten Künstler machten, so schuf er als seine bekanntesten Werke das Grabdenkmal der Luise von Preußen, die Marmorstatuen von Bülow,
Scharnhorst und Blücher neben Schinkels Neuer Wache in Berlin, das Denkmal für Friedrich von Kleist für Merseburg, das Dürer-Standbild in Nürnberg, die Sarkophagfigur Friedrich Wilhelms III., das Reiterstandbild König Friedrich II. von Preußen auf der Straße Unter den Linden in Berlin, die Statue Immanuel Kant für Königsberg.
Rauch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Daniel_Rauch
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Friedrich August Stüler
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Friedrich August Stüler (28.01.1800 - 18.03.1865) war preußischer Baumeister und einer der maßgebenden Berliner Architekten seiner Zeit.
Er war Hofbauinspektor, ab 1832 preußischer Hofbaurat und Direktor der Schlossbaukommission. Unter Friedrich Wilhelm IV. eröffnete sich ihm ein bedeutender Wirkungskreis, 1842 wurde er von ihm zum Architekten des Königs ernannt. Er gehört zu den Gründern des Architektenvereins zu Berlin.
In der Gesamtkonzeption seiner Kirchenbauten geht Stüler auf die Vorstellungen Friedrich Wilhelm IV. ein.
Als besonderes Prestigeobjekt kann der Wiederaufbau der Burg Hohenzollern bei Hechingen ab 1850 betrachtet werden. Es handelt sich dabei um die Stammburg des gleichnamigen Fürstengeschlechts, aus dem auch die preußischen Könige hervorgegangen sind.
Die Auftraggebung und Finanzierung erfolgten zu zwei Dritteln vom preußischen Königshaus und zu einem Drittel von der fürstlich-schwäbischen Linie der Hohenzollern.
Stüler schuf eine Vielzahl beeindruckender Bauwerke, neben der Hohenzollernburg seien das Neues Museum in Berlin-Mitte, die Universität Königsberg, das Königliche Schloß in Breslau, die Friedenskirche in Potsdam, das Schwedisches Nationalmuseum Stockholm,
das Schweriner Schloß, die Gardekasernen des Regiments "Garde du Corps" gegenüber dem Schloß Charlottenburg, die Neue Synagoge in Berlin-Mitte, die Akademie der Wissenschaft in Budapest und die Alte Nationalgalerie in Berlin-Mitte erwähnt.
Stüler bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_St%C3%BCler
Stüler bei archINFORM: http://deu.archinform.net/arch/645.htm?scrwdt=1024 |
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August Borsig
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Johann Friedrich August Borsig (23.06.1804 - 06.07.1854) war ein deutscher Unternehmer und der Gründer der Borsigwerke. Borsig erlernte das Zimmererhandwerk und besuchte die Königliche Provinzial-Kunst- und Bauschule, danach bis zum Herbst 1825 das Königliche Gewerbe-Institut in Berlin.
Seine praktische Maschinenbauausbildung erwarb er sich bei der Neuen Berliner Eisengießerei von Franz Anton Egells. Einer seiner ersten Aufträge war der Zusammenbau einer Dampfmaschine in Waldenburg in Schlesien. Borsig führte den Auftrag erfolgreich aus und erwarb sich damit die Anstellung als Betriebsleiter.
1836 legte Borsig seine Ersparnisse in ein Grundstück an der Chausseestraße vor dem Oranienburger Tor an und gründete eine eigene Maschinenbauanstalt. Das Gründungsdatum gilt mit dem 22.07.1837 der Tag, an dem der erste Guß in der Gießerei gelang. In der Anfangszeit baute Borsig Dampfmaschinen für den eigenen Bedarf und Maschinen für andere Unternehmen, daneben Kunst- und Baugußteile, doch schon bald begann sich der Schwerpunkt auf den Lokomotivbau zu verlagern. Bis 1843 bestellten die preußischen Bahnen 18 Dampflokomotiven und 1844 stellte Borsig auf der Berliner Industrieausstellung schon seine 24. Lokomotive aus.
Borsigs Unternehmen vergrößerte sich schnell, da überall in Deutschland neue Schienenwege verlegt wurden. 1847 wurde mit dem Bau des Eisenwerks Moabit begonnen, welches 1849 in Betrieb ging und 1850 wurde die Maschinenbauanstalt und Eisengießerei in der Moabiter Kirchstraße hinzugekauft. Die drei Berliner Betriebe beschäftigten damit bereits 1800 Arbeiter, womit sein Unternehmen in der damaligen Zeit als Großunternehmen galt.
August Borsig war ein strenger, aber auch sozialer Unternehmer und gilt als Mustertypus unternehmerischer Verantwortung. Für seine Arbeiter richtete er eine Krankenkasse, eine Sterbekasse und eine Sparkasse ein. Es gab einen Unterrichtsraum, einen Speiseraum und ein Bad mit Schwimmbecken. Außerdem machte sich Borsig als Mäzen für viele Künstler einen Namen.
Sein Lebenswerk hat die Zeitläufe nicht überstanden, auf dem Gelände der ehemaligen Borsigwerke befindet sich hinter dem berühmten Borsig-Tor ganz zeitgemäß ein Einkaufs- und Dienstleistungstentrum. Der industrielle Restbestand in der Babcock-Borsig AG befindet sich seit 2004 in einem Insolvenzverfahren.
August Borsig bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/August_Borsig
Das Unternehmen Borsig: http://de.wikipedia.org/wiki/Borsig_%28Unternehmen%29 Bergmann-Borsig in der DDR: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergmann-Borsig |
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Johann Gottfried Schadow
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Johann Gottfried Schadow (20.05.1764 - 27.01.1850) war ein preußischer Bildhauer und Grafiker.
Schadow erhielt schon als Kind Zeichenunterricht und war seit seinem 14. Lebensjahr Schüler des preußischen Hofbildhauers Jean Pierre Antoine Tassaert, dessen Nachfolger als Leiter der Hofbildhauerwerkstatt in Berlin er 1788 wurde. Er war Direktor des Preußischen Oberhofbauamtes und wechselte 1805 als Rektor zur Akademie der Künste, deren Direktor er 1815 wurde.
Als Künstler wahrte er eine klassizistische und naturalistische Kunstauffassung. Etwa seit 1800 sah er sich in einem ständigen Konflikt mit der aufkommenden romantisch-idealistischen Kunstauffassung seiner Schüler wie Christian Daniel Rauch und seine Söhne Rudolf und Wilhelm.
Schrittweise geriet Schadow jedoch gegenüber den neuen künstlerischen Tendenzen, besonders durch Schinkels Arbeit, ins Abseits und wurde später auch seitens des preußischen Königshauses mit nur wenigen Arbeiten beauftragt. Schadow wandte sich in späteren Jahren verstärkt der Graphik zu und betätigte sich auch als Karikaturist.
Schadow war übrigens Mitgründer des ersten deutschen Schachklubs in Berlin. Seine bekannteste Arbeit ist die Quadriga auf dem Brandenburger Tor.
Schadow bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Schadow
Schadow-Gesellschaft Berlin: http://www.schadow-gesellschaft-berlin.de/ Schadow-Gesellschaft e.V.: http://www.schadow-gesellschaft.org/ |
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Martin Heinrich Klaproth
(Gedenktafel) |
Martin Heinrich Klaproth (01.12.1743 - 01.01.1817) war ein deutscher Chemiker.
Klaproth entdeckte die Elemente Uran, Zirconium, Titan (Wiederentdeckung), Cer und Tellur (erste Darstellung) und Strontium (parallel mit Hope). Als einer der angesehensten Chemiker seiner Zeit beeinflusste er das chemische Denken in Deutschland. Die Abwendung von der Phlogistontheorie und die Akzeptanz der Oxidationstheorie (Lavoisier) unterstützte er nach entsprechenden Versuchen.
Klaproth führte die Waage als analytisches Standardinstrument ein. Gepaart mit präziser Versuchsdurchführung, kreativem Vorgehen in den Trennungsgängen und genauer Angabe der Untersuchungsergebnisse machte er sich besonders um die analytischen Verfahren verdient.
Er wirkte seit 1787 als Professor der Chemie an der Berliner Artillerieschule und als Lehrer des Berg- und Hütteninstitutes. Er trug eine Mineraliensammlung zusammen, die am Ende seines Lebens 4828 Stücke umfaßte. 1810 erhielt er auf Vorschlag Alexander von Humboldts eine Berufung als Professor der Chemie an die neu gegründete Berliner Universität (die spätere Humboldt-Universität).
Klaproth bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heinrich_Klaproth
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Hermann Schievelbein
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Friedrich Anton Hermann Schievelbein (18.11.1817 - 06.05.1867) war ein deutscher Bildhauer.
Er betätigte sich neben der Bildhauerei auch in der Modellierung von bauplastischem Schmuck in der Tonwarenfabrik von Ernst March in Berlin-Charlottenburg. 1860 wurde er zum Professor an der Berliner Akademie der Künste berufen.
Seine bekannteste Arbeit ist das Denkmal für Freiherr vom Stein, das heute vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin steht.
Schievelbein bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Schievelbein
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August Boeckh
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Philipp August Boeckh (* 24. November 1785 in Karlsruhe; † 3. August 1867 in Berlin) war ein deutscher klassischer Philologe und Altertumsforscher.
Er studierte ab 1803 in Halle Theologie. Doch unter dem Eindruck des Altphilologen Friedrich August Wolf brach er das Theologiestudium ab und begann Philologie zu studieren und promovierte 1806 |